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Isabelle
Isabelle
4 Monate zuvor

Ich war vom 14.09. bis 26.10.1973 im Haus Hamburg zur Kur aufgrund von Wachstumsschmerzen in den Beinen. Genau deshalb empfahl der Hausarzt einen Aufenthalt am Meer zur Stärkung der Beinmuskulatur durch Strandläufe und Meerbäder.
Während als die meisten Kinder an die See oder in die Berge kamen, landete ich in Sassendorf – trotz Einspruch meiner Eltern und persönlichem Gespräch bei der DAK Geschäftsstelle in Duisburg.
Aufgrund der Konstellation einiger glücklicher Zufälle habe ich die Zeit wohl recht unbeschadet überstanden, aber die Traumatik als einziges von 40 Kindern im Esssaal nach den Mahlzeiten mit meinem Essen eingesperrt zu sein, habe auch ich erlebt. Ich besitze viele Erinnerungen an die Zeit dort, aber einige spezifische Bereiche sind auch als “Black Box” zurück geblieben. Dem möchte ich nun gerne auf den Grund gehen.

Gleichzeitig möchte ich anderen mit Traumabedingten Erinnerungslücken gerne helfen, diese wo möglich zu füllen.

Ganz besonders wichtig ist es mir, das Thema “sexueller Missbrauch”, was bei dieser Einrichtung ein zusätzliches Thema zu sein scheint, zu helfen aufzuklären.

Ich hoffe, dass sich “Kurkinder” aus dem Haus Hamburg nicht nur bei der DAK, sondern vor allem hier und in den anderen Foren melden, damit wir uns vor allem untereinander diesen Teil unserer Kindheitserfahrungen gegenseitig “erhellen” können.

Sabine Schneider
Sabine Schneider
1 Monat zuvor
Reply to  Isabelle

Hallo, mein Name ist Sabine. Ich war im Winter 1968 im Alter von fünf Jahren in Bad Sassendorf im “Haus Hamburg”, da ich zu dünn und untergewichtig war. Da gab es nie etwas zu trinken – außer einer Tasse Caro-Kaffee am Sonntag. Ich hatte immer Durst. Und das 6 Wochen lang. Außerdem habe ich einmal nachts ins Bett gemacht – die Decke wurde zurückgeschlagen und ich wurde beschimpft. Die Sole-Bäder empfand ich als unangenehm, weil das Wasser in den “Wannen” immer höher stieg. Alleine kam man ja aus diesen Wannen nicht heraus. Genauso wie alle anderen hier schreiben, war ich der Meinung, dieses nur alleine erlebt zu haben. Wir wurden dort nicht geschlagen – aber diese fürchterlichen Milchsuppen konnte ich nicht essen. Einmal gab es eine sogenannte “Apfelsuppe”. Mir blieb ein Kerngehäuse im Hals stecken und ich bekam keine Luft mehr. Mein einziger “Freund” war eine Postkarte von meiner Oma, die ich in meinem Schuh versteckte. Alles andere wurde weggenommen. Erstmal LG von Sabine