Verschickungsheime,  Verschickungsheime - Baden-Württemberg

AWO-Kinderkurheim Onstmettingen – 72461 Albstadt

Heimname: AWO-Kinderkurheim Onstmettingen
damaliger Träger: AWO Bezirksverband Südwürttemberg-Hohenzollern e. V.

Postleitzahl & Ort: 72461 Albstadt
Straße & Hausnummer: Auf Lauen 17
Bundesland: Baden-Württemberg

damalige Heimleitung: AWO Bezirksverband Südwürttemberg-Hohenzollern e. V.


Bemerkung: Kontaktdaten der aktenführenden Stellen:

Staatsarchiv Ludwigsburg
Arsenalplatz 3
71638 Ludwigsburg
Tel.: 07141/64854-6310
E-Mail: staludwigsburg@la-bw.de
Homepage: www.landesarchiv-bw.de/web/47251

Bemerkungen:
Auch bekannt als Kinderheim Onstmettingen.

Einrichtung heute: Einrichtung existiert nicht mehr.


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Barbara
Barbara
26. November 2022 09:53

Ich muss 1973 oder 1974 zur Osterzeit in Onstmettingen gewesen sein. Viele Erinnerungen habe ich daran nicht, aber das die Kinder zur Strafe im kalten Gang stehen mussten, das weiß ich noch. Einmal hat ein Mädchen erbrochen und sollte das Erbrochene aufwischen. Ich glaube, ich habe zumindest dabei geholfen, weil das Mädchen mir Leid tat. An einem Tag machten wir einen Ausflug in den Zoo Wilhelma in Stuttgart. Dort kaufte ich GEschenke für meine Eltern und Schwester, die mir leider gestohlen wurden. Ich erinnere mich an die große Trauer, weil ich nun mit leeren Händen nach Hause kommen musste. Ansonsten erinnere ich mich nur an einen Diavortrag über Thailand. Tagesabläufe, Beschäftigung…keine Ahnung.

Norbert Erdmann
Norbert Erdmann
21. Juli 2022 12:43

Ich muss so um 1969/70/71 in Onstmettingen gewesen sein, genaues Datum weiß ich nicht mehr und auch nicht mehr das Jahr. Ich erinnere mich auch ganz vage an das Heim, kann mich allerdings an Bestrafungen nicht erinnern. An das Essen kann ich mich nur insofern erinnern, dass es öfters Brei gab, ob Mittags oder Abends weiß ich auch nicht mehr. Ich kann mich auch erinnern, dass ich einer der ganz wenigen war, der kein Paket mit Leckereien von meinen Eltern zugeschickt bekam. Es wurde gesagt, dass man keine Pakete schicken sollte und meine Eltern gehörten eben zu jenen Leuten, die sich an alles hielten. Allerdings mussten jene, die Pakete erhielten den essbaren Inhalt mit den anderen teilen. Dann habe ich noch in Erinnerung, dass während meiner Aufenthaltszeit Scharlach ausbrochen war und das Heim unter Quarantäne stand (vielleicht weiß jemand, wann das war, dann wüsste man auch meine genaue Aufenthaltszeit). Ich blieb allerdings von einer Ansteckung verschont. Allerdings weiß ich auch nicht mehr, wie ein Tageablauf so war, kann mich nur erinnern, dass wir öfters Lieder sangen (z. B. eins mit dem Text “Willst du mal nach Onstmettingen fahren, faria faria o” (auf die Melodie Lustig ist das Z.nerleben). Allerdings weiß ich auch da nicht mehr als die erste Zeile. Ich hatte auch öfters Heimweh, weil das meine erste “Reise” ohne die Eltern war. Wie gesagt, Misshandlungen und Strafen habe ich nicht Erinnerung, vielleicht auch, weil ich nie bestraft wurde. Weiter erinnere ich mich noch, dass wir auf Gabeln gehauen haben und geschaut haben, wie weit die dann flog. Meine flog aus dem Fenster. Es ist zwar dann jemand rausgerannt, um die zu suchen aber ob dies eine männl. junge Heimkraft war oder ein älterer Junge, der ebenfalls in Kur war weiß ich auch nicht mehr.

Reinhard Schroll
Reinhard Schroll
12. Dezember 2021 20:51

Wer hat als (Klein-)Kind in diesem Heim Onstmettingen während eines Aufenthalts Ende der 50er schon mal barfuß während des Mittagsschlafs oder in der Nacht mit einer Decke über dem Kopf auf dem Flur stehen müssen als Strafe, weil er/sie geweint hat? Wer musste damals sein Erbrochenes aus der täglichen Reis-Milchsuppe löffeln und nachher im Zimmerarrest verbringen? Ich bin Jahrgang 1952 und war ca.1958 dort.

Michaela
Michaela
Reply to  Reinhard Schroll
22. März 2022 17:25

Ich (JG 1972) war 1981 dort und erinnere mich daran, dass uns als erstes nach Ankunft alle Süßigkeiten weggenommen wurden, die uns die Eltern mitgaben und wir diese nie wiederbekamen. Am ersten Abend habe ich vom Brot abgebissen, obwohl noch nicht alle Kinder saßen und ich musste ohne Abendessen ins Bett. Barfuß auf dem Flur während des Mittagsschlafs und am Abend gab es auch 1980 noch. Man durfte während der Schlafens-/ Ruhezeiten keinen Mucks von sich geben. Mein Heimweh war sehr groß und die 6 Wochen sehr lang.