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Moosmüller
Moosmüller
15. August 2022 17:41

Ich war von Bremerhaven aus im Mai undJuni 1963 in Muggendorf. Allerdings war ich schon 11Jahre alt. Kann mich leider auch daran erinnern dass alles aufgegessen werden musste. Zum Beispiel gab es staubtrockenes Müsli was ich bis zum Ende im Stehen essen musstw Im Bett durfte man sich nicht rühren sonst ging es auf den Flur im Stehen
Paket meiner Eltern habe ich nicht erhalten,
wurde wohl unter den Tanten aufgeteilt
Kur in Muggendorf würde ich nicht empfehlen
Aber die Wanderungen zu den Kirchen,Höhllen. Und Burgruinen waren nicht schlecht

Susanne
Susanne
19. April 2022 20:50

Ich war im Alter von ca. 8 Jahren dort. 6 Wochen lang. Es muss 1970 gewesen sein. Ich wurde gezwungen alles aufzuessen und musste teilweise 3 Stunden mittags alleine im Eßsaal sitzen bleiben und mir das Essen runter würgen. Wenn ich es nicht aß, bekam ich nichts zum Abendbrot. Ich habe nie in meinem Leben so viel geweint wie dort. Es war sadistisch. Außerdem wurde ich abends im Eßsaal vor allen Kindern gedemütigt. Es saßen jedoch auch andere Kinder an anderen Tischen und würgten sich das Essen runter und wurden gedemütigt. Es war schlimm.

Susanne
Susanne
19. April 2022 20:45

Ich war im Alter von 8 Jahren dort, es muss 1970 gewesen sein. Eine Erzieherin namens Sonja war grausam. Außerdem wurden wir gezwungen zu essen und durften nicht aufstehen, bevor der Teller leer war. Ich habe manchmal den ganzen Nachmittag vor dem Teller gesessen und habe geweint. Susanne

Sabine Kistner
Sabine Kistner
17. März 2022 08:55

Guten Tag,
ich war im Jahre 1962 für 6 Wochen als Fünfjährige in Muggendorf. Für mich war es ein traumatisches Erlebnis.
Wir Kinder wurden erniedrigt und unbarmherzig behandelt.
Ich nässte ein und mein Bett wurde in die Mitte des Zimmers gestellt, das Nasse Laken wurde hochgehalten und ich wurde an den Pranger gestellt. Da ich ein lebhaftes Kind war, musste ich oft allein im Bett bleiben, während die anderen Kinder eine Wanderung machten.
Natürlich wurde man gezwungen den Teller leer zu essen, denn oberste Priorität war die Gewichtszunahme, egal wie.
ich hatte so schreckliches Heimweh und wusste als Fünfjährige nicht, ob ich meine Eltern jemals wiedersehen würde.
Wenn ich nicht brav war, wurde gedroht, den Brief der Eltern nicht zu bekommen.
Als ich wieder zu Hause war, berichtete meine Mutter, dass ich nur noch geflüstert habe und einen total verängstigten Eindruck machte.

ich finde es großartig, dass es jetzt die Möglichkeit gibt, dass das Thema „Verschickungskinder“ an die Öffentlichkeit kommt und danke den Initiatoren.

Herzliche Grüße,
Sabine Kistner

Ute Welz
Ute Welz
16. Februar 2022 14:00

Ich war 1968 im Alter von 4 Jahren in Muggendorf. Manche Bilder sind mir noch so nah, als,wäre es gestern gewesen. Es war schrecklich. Und meine Eltern haben mir nicht geglaubt, als ich ihnen im Alter von 25 Jahren davon erzählte

Anette
Anette
Reply to  Ute Welz
16. Februar 2022 19:04

Liebe Ute,
auch bei mir sind alle Bilder präsent. Obwohl ich 4 Jahre alt war, weiß ich alles.
ich hatte das Glück, dass ich meine 6- jährige Schwester dabei hatte, die insbesondere mit dem Essen so fürchterlich bis zum Erbrechen gequält wurde.

wenn ich abends im Bettchen mit meiner Schwester noch ein kleines bisschen leise redete, kam regelmäßig eine Schwester ins Zimmer rein, leuchtete mir mit einer Taschenlampe ins Gesicht, holte mich aus dem Bett und stellte mich im Nachthemd und mit nackten Füßen in den kalten Flur mit dem Gesicht zur Wand.
Einmal in der Woche kamen nach dem duschen die Kinder im Vorlesezimmer im Kreis zusammen, dann wurde die Post der Woche verteilt. Das war so grausam, denn es gab Kinder, die gleich mehrere Briefe bekamen, die auch vor allen vorgelesen wurden und andere Kinder bekamen nie Post und weinten. Jeder hoffte, dass in dem Stapel Post etwas für einen selber sei, aber irgendwann hatte die Schwester alle Briefe oder Karten verteilt und dann wurde es grausam, mitzuerleben, wie sich das anfühlt, wieder nicht dabei gewesen zu sein und bis zur nächsten Woche warten zu müssen.

Ich könnte noch so viel erzählen, aber es reicht erst einmal.
ich freue mich, wenn ich von Euch, die Ihr auch in Muggendorf ward, lese.

Anette
Anette
16. Februar 2022 07:32

Hallo, ich war 1970 mit 4 Jahren in Muggendorf und habe dort mein Trauma erfahren.

Volker1951
15. Februar 2022 13:14

Durch die Sendung im NDR wurde mir die Erinnerung an Muggendorf wieder sehr präsent. Ich war in der Zeit 1958 der loser, da nur 750g zugenommen und deshalb von den “Tanten” öffentlich gemacht wurde. Der Sieger-LOB LOB nahm 11.5 kg zu. Essen musste gegessen werden,falls nicht, gab es Stubenarrest . Briefe und Karten wurden zensiert .Die BDM Vergangenheit der Tanten(so musste man sie nennen) war offensichtlich.