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Christian Breitschwerdt
9. April 2022 15:54

Ich war 1974 dort. Kann mich an nichts mehr erinnern. Habe soweit alles aufgearbeitet. 6 Wochen alleine im Alter von 4 Jahren war für mich ein Trauma.

Renate R.
14. Februar 2022 16:30

Hallo, ich bin neu hier und habe eben erst mein Verschickungserlebnis beschrieben. Ich wüsste auch gerne, ob es noch jemand anderen gibt, der oder die im Sommer 1960 im Charlottenburger Kinderheim in Wyk auf Föhr war. Ich bin auf dem Foto in der ersten Reihe ganz links zu sehen.

20220214_150039.jpg
Schumacher
20. November 2021 19:33

Hallo an Alle
Ich habe zufällig in der Tageszeitung von dieser AG gelesen. Einige Sachen die dort gelesen habe kann ich nur bestätigen, ganz besonders das mit den abgeschlossenen Toiletten in der Nacht.
Gibt es noch jemand der so etwa Anfang 1960 im Charlottenburger Kinderheim

ca.1960 Wyk auf Föhr.jpg
Renate Reimers
Reply to  Schumacher
14. Februar 2022 15:04

Hallo, durch den Fernsehbeitrag im NDR über Verschickungskinder ist mir meine “Erholung” wieder sehr ins Bewusstsein gerufen worden. Ich war 1960 mit knapp 8 Jahren im Sommer für 6 Wochen in Wyk auf Föhr im Erholungsheim. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es das Charlottenburger Kinderheim war. Ich besitze noch ein Gruppenfoto, wo wir Kinder vor dem Gebäude mit 2 “Tanten” sitzen. Auch ich war dort totunglückich, hatte Heimweh und erinnere mich ganz besonders an das Frühstück: wir mussten Haferschleim aus tiefen Tellern essen. Ich mochte das nicht und durfte erst aufstehen, wenn ich den Teller leer gegessen hatte. Das habe ich aber meistens nicht geschafft. Manchmal hatte ich Glück, und eine nette “Tante” stellte meinen halbvollen Teller beim Abräumen einfach unter die anderen Teller. Aber oft habe ich mich auch auf meinen Teller erbrochen. Zum Glück musste ich das aber, wie ich von anderen hörte, nicht mehr essen. Bis heute schaffe ich es nicht gekochten Hafer in jeglicher Form runterzuschlucken.
Auch beim Mittagsschlaf wurden wir mit Holzlatschen auf den Po geschlagen, wenn wir flüsterten, weinten oder einfach nur die Augen auf hatten.
Vielleicht erinnert sich noch jemand daran, dass die Kinder, so wie ich, die kein Fleisch runterschlucken konnten,nach dem Mittagessen den ausgekauten Klumpen aus ihren Backen ins Klo gespuckt haben.
Auch die geschriebene Post, in der von Heimweh die Rede war, kam nie zu Hause an, weil wir die Briefe ja nicht zukleben durften.
Es war eine furchtbare Zeit, die ich keinem Kind wünsche. Übrigens waren meine Eltern sehr erschrocken als ich nach Hause kam und kein Gramm zugenommen hatte. Sie hatten ja keine Ahnung und dachten sie täten mir etwas Gutes. Übrigens wohnte ich zu dieser Zeit in Kassel.