Verschickungsheime,  Verschickungsheime - Schleswig-Holstein

Hamburger Kinderheim – 2210 Wyk

Hamburger Kinderheim

Sandwall 78

Telefon:336

Träger: Verein für Kinder- und Jugendgenesungsfürsorge e.V., Hamburg 1, Ernst-Merck-Straße 6-8; Vertragsheim der Arbeits- und Sozialbehörde der Hansestadt Hamburg; AOK (RVO) Ersatzkassen

Betten: 200

Aufnahme: 118 Knaben von 5-20, 82 Mädchen von 5-14; nicht aufgenommen werden akute Erkrankungen

Preis: DM 13.75

Kurmittel: Seewasser-Inhalatorium, Sauna

Ärztliche Behandlung: durch Facharzt für Kinderkrankheiten

Indikation: Chronische Erkrankungen der Atemwege und Hauterkrankungen, exsudativ-Iymphatisdle Diathese, allergisdle Diathese, konstitutionelle Un-terentwicklung, Acceleration mit Disharmonie, Adipositas, Rekonvaleszenz nadi Operation und sdlweren Erkrankungen mit Restschäden

Gegenanzeigen: Akute Erkrankungen, Infektionen, aktive Tbc, Krankheiten der ableitenden Harnwege, dekompensierte Kreislauf- und Herzerkrankungen, Anfallsleiden, zehrende Prozesse, monifeste hormonale Störungen, schwere Körperbehinderungen


In diesem Heim verweilte die Autorin Anja Röhl abgeblich 1960 mit 5 Jahren für 6 Wochen. Daten über den Aufenthalt wurden vom Träger nicht bestätigt.

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Petra Bühler
Petra Bühler
3. November 2021 16:01

Ich habe nur 2 Fotos von der Verschickung nach Wyk. Die Betreuerin war das Fräulein Bartsch. Ich bin auf dem Foto ganz rechts zu sehen, Vielleicht erkennt sich eine Person auf dem Bild? Es ist mir so gegangen wie vielen anderen Kindern in diesem Heim. Ich weiss leider nicht mehr den Namen des Hauses. Damals war ich etwa 9 Jahre alt. Im Jahr 1951 wurde ich geboren. Da ich zu dünn war, wurde ich mit viel Essen gestopft. Die dicken Kinder bekamen fast nichts und hatten oft Hunger. Erbrochenes musste nochmals gegessen werden. Ausserdem wurden wir von diesem Fräulein in die Wangen gekniffen und hochgezogen. Als wir in Hamburg aus dem Zug stiegen waren wir alle ganz verquollen im Gesicht und mussten heftig weinen.

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Walter Rüh
Walter Rüh
2. November 2021 16:48

Ende 40er Jahre und Mitte 50er Jahre war ich je 6 Wochen aus Hamburg kommend in dem Heim. Ich kann nichts nachteiliges schreiben. Ich kam aus einer ordentlichen Familie, hatte viel Schnupfen. Da hat die Nordsee nicht geholfen. Erst später war es weg.
Essen war ok, viel Müsli. Die Schwestern waren meistens jung und hilfsbereit. Sie waren für jeden Spaß zu haben. Bei Aufsässigen war auch Strenge angesagt. Furchterlich fand ich das abendliche Singen = Guten Abend, gute Nacht oder ähnliches. Das war der einzige Zwang der einigen übel hoch kam.
Ich hatte gute Freunde gefunden. Viel Wandern, auch bei Ebbe und Baden. Heim war voll, Betten alle belegt.

HaJo
29. Oktober 2021 16:18

Moin,
ich war Mitte der 50er dort – schrecklich! Gibt es dieses Gebäude noch?
HaJo

Petra Bühler
Petra Bühler
Reply to  HaJo
31. Oktober 2021 13:28

Ich bin ungefähr zu dieser Zeit verschickt worden Nach Wyk. Ich erinnere mich an eine Erzieherin die Frl. Bartsch hieß. Sie und ihre Kolleginnen haben uns immer in die Wangen gekniffen und zum Essen gezwungen. Ich war dünn und MUSSTE essen. Wer zu dick war hat wenig bekommen und oft gehungert. Mein Mädchenname war Petra Otto.