Hamburger Kinderheim Linden Au 3140 Lüneburg
Verschickungsheime,  Verschickungsheime - Niedersachsen

Hamburger Kinderheim Linden-Au – 3140 Lüneburg

Hamburger Kinderheim “Linden-Au”

Uelzener Straße 112

Telefon: 4513

Träger: Rudolf-Ballin-Stiftung, 2 Hamburg 1, Ernst-Merde-Straße 9; Vertragsheim der Arbeits- und Sozialbehörde Hamburg

Betten: 131

Aufnahme: Knaben von 3-13, Mädchen von 3-19, ganzjährig; nicht aufgenommen werden infektiöse Kranke

Preis: DM 13.-

Kurmittel: Solbäder und Inhalationen sowie weitere Kurmittel des Solbades Lüneburg, Gymnastik, Heilgymnastik, Höhensonne

Ärztliche Behandlung: durch Facharzt für Kinderkrankheiten

Indikation: Orthopädische Leiden, alle psychosomatischen Erkrankungen, soweit sie intensiver Fachbehandlung bedürfen, daneben alle Indikationen für Solbäder

Gegenanzeigen: Akute Erkrankungen

Unterricht: Psychosomatische Langkur-Abteilung mit 3monatiger kinderpsychiatrischer und heilpädagogischer Sonderbehandlung

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Sabine Friedrich- Walter
Sabine Friedrich- Walter
8. April 2022 00:39

Auch ich kann ich mich sehr gut an meine 6 woechige Kur in Lueneburg erinnern das war 1964 . Ich wurde mit meiner Schwester dort fuer 6 Wochen ‘ verschickt” Ich war damals 10 Jahre alt, sollte durch Solebaeder und ergaenzende Medikamente an Gewicht zunehnem. Das schlucken der grossen Tabletten fiel mehr schwer und eine Gruppenleiterin kontrolierte meine Einnahme. Ich kann mich nicht mehr an diese aktion erinnern. Nur an die Sole Baeder im Holzbottich, die mich nach nur kurzer Zeit richtig krank machten. 4 Wochen verbrachte ich auf auf der Krankenstation mit Erbrechen und unkontrollierbaren Durchfall. Keiner durfte mich besuchen weder meine kleine Schwester noch erfuhren meine Eltern rechzeitig von meiner Erkrankung. Ich wurde 4 Wochen isoliert. Keiner der Aerzte hatte meinen Eltern die Diagnose genannt. Nach der vollstaendigen Kurzeit von 6 Wochen durfte ich erst geschwaecht und noch duenner als zuvor nach Hause, Meine Mutter hatte ohne Erfolg unverzoeglich Beschwerde eingereicht. Noch heute wenn ich an die schoene Stadt Lueneburg denke kommen unverzueglich diese Erinnerung hoch.

Helge Hoos
19. Februar 2022 11:02

Ich war hier bevor ich zur Schule kam. Wahrscheinlich 3 Monate. Ich habe keine Erinnerungen mehr außer das wir angekommen sind vor der Tür standen und in das Haus reingegangen sind. Merkwürdig.

Robert Häger
Robert Häger
18. Dezember 2021 13:57

Hallo. Ich war auch noch vor der Einschulung zwei Mal im Kinderheim Lindenau. Also ca. 1964/65. Vermutlich im Winter, denn es lag Schnee.. Ich erinnere mich noch an Schwester Elisabeth, die wohl eine leitende Funktion hatte. Die war sehr nett zu uns. An die anderen Kindertanten habe ich keine Erinnerung. Weder gut noch schlecht. Außer, dass ich als ganz schlechter Esser, abends mein Schwarzbrot allein im Dunkeln im Speiseraum aufessen musste. Und er Karamellpudding, von dem mir immer schlecht wurde.
Highlights waren die Busfahrten in das Solebad. Da saß man in mit warmen Salzwasser gefüllten Holzbadezubern bis die Haut schrumpelig war. Herrlich!! Und im Heim gab es Höhensonne. Große Liegeflächen und darüber die großen Lampen, unter denen es so schön warm war. Man musste nur die dunklen Brillen aufsetzen. Die waren nicht so bequem.
Von drastischen Strafen und Quälereien kann ich nichts berichten. Die gab es zumindest in meiner Gruppe nicht.
Wir haben schöne Spaziergänge gemacht (ich glaube es war Wald in der Nähe und eine Kaserne), nachmittags wurde die Post vorgelesen (wir konnten noch nicht lesen) und gebastelt.
Nur das Heimweh, das ließ sich nicht unterkriegen. Aber die sechs Wochen waren dann um, und wir wurden mit der Bahn wieder nach Hamburg Hbf gefahren. Dort holten mich meine Eltern ab. Auch mein gleichaltriger Cousin war mit. Ich habe ihn nicht erkannt..
Auch wenn meine Eltern es gut meinten, habe ich ihnen deutlich gesagt, dass es für mich eine Qual war. Nie wieder bitte!
Aber 1969 musste ich dann noch einmal los, nach Heiligenhafen….

Barbara Engels
Barbara Engels
23. November 2021 22:33

Ich war 1956 mit 9 Jahren für 6 Wochen in der Linden Au. Meine Erinnerung – furchtbar. Alles aufzuzählen, zu lang. Menschenverachtend, mit dem Grund der „ Verschickung“ (welch ein Wort !!!) überhaupt nicht konform – vermeintlich Wirbelsäulenverkrümmummung und eine „Behandlung für ein 9 jähriges Mädchen, nachts mit Sandsäcken um die Schulter auf einer schmalen Bank im Bad ……. Erbrochenes wieder essen müssen ….. Ich bin heute 74 Jahre alt, aber kann immer noch vieles abrufen. Ich hab gedacht, dass ich darüber nie wieder nachdenken musste, aber weg ist das nicht.