Verschickungsheime,  Verschickungsheime - Bayern

Jugendkurheim St. Michael – 8970 Bühl bei Immenstadt

Jugendkurheim St. Michael

Telefon: 624

Höhe: 800 m

Träger: Kath. Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V., 89 Augsburg, Schaezlerstraße 34

Betten: 180

Aufnahme: Knaben und Mädchen von 6-14, ganzjährig; nicht aufgenommen werden Epileptiker, Kinder mit aktiver Tuberkulose, Bettnässer

Kurmittel: Badeeinrichtung, Heilgymnastik, Aerosol-Behandlung u. a. m.

Ärztliche Behandlung durch Arzt im Haus

Indikation: Reduzierter Ernährungs- und Kräftezustand, Rekonvaleszenz nach schweren Erkrankungen, Infektanfälligkeit, Katarrhe der Luftwege, Bronchitis, Sicherheitskuren nach abgelaufenen tuberkulösen Drüsenerkrankungen, endokrine Entwicklungsstörungen, Nervosität und Anämie

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Marlies Dehn
Marlies Dehn
18. August 2022 14:36

Ich war 1955 in Bühl am Alpsee. Der Aufenthalt bleibt mir in wunderbarer Erinnerung. Er war über die Osterzeit. Es blühten überall Krokusse und Bergaurikel. Zur Kirche gingen wir am kleinen Alpsee vorbei zur Ev.Kirche nach Immenstadt aber wir waren auch in der Grotte. Zum 1.Mai führten wir im Hof einen kleinen Reigen auf. Ach, es war so schön, daß ich 2001 noch einmal einen Kurzurlaub am Alpsee machte. Unser Hotelleiter machte für mich im Kinderheim einen Termin aus und so konnte ich mir Räume noch einmal anschauen. Von dieser Zeit an machte ich dann bis zum Beginn meiner Krankheit Urlaub in Fischen mit gelegentlichen Besuchen in Bühl.

Peter Dericks
Peter Dericks
14. Juli 2021 18:55

Das Haus ist wohl 2016 komplett abgerissen worden. Ich war 1956 & 1960 in St. Michael jeweils 6 Wochen, zum ” körperlichen Aufbau” meint : Gewichtszunahme. Möglich gemacht (bezahlt ) durch die damalige sog. Kreisfürsorge Stelle. Es wurde also auf die Mahlzeiten geachtet und deren Verzehr. Wenn das nicht so gut “funktionierte gab es auch Einzelbetreuung im Speisesaal . Damals, wie heute, ist zB warme Milch für mich (72) ein no go. Es gab gute Wanderaktivitäten, Spiele im gegenüberliegenden Flachbau bei schlechtem Wetter, Schuhe putzen im Freien. Die Mittagsruhe wurde streng überwacht / Blenden zu & Ruhe . Regelmäßiger Kirchgang, in unmittelbarer Nähe. Die Leitung, aus Kindersicht streng, hatte das Fräulein Rettenmaier oder Rettenmayer viele Jahre. Die Aufenthalte blieben mir in angenehmerer Erinnerung, als der, bei den Patres in der ” Knabenheilstätte St.Marienwörth, Bad Kreuznach ” 1958 ( 6 Wochen ) , dort traf ich zB einen Klassenkameraden (Volksschule) der im Viktoriastift ” wohnte ” . Mit ihm zu sprechen wurde mit strikt verboten..
Heimpakete von zu Hause, wurden auch hier ” verteilt “

Evelyn Curth-Schmidt
Evelyn Curth-Schmidt
12. März 2021 19:45

In diesem Heim habe ich im Feb.1958 oder 1959 meinen 9. oder 10. Geburtstag feiern müssen. Die von meiner Mutter geschickten Süßigkeiten musste ich mit allen Kindern teilen… da blieb nicht mehr viel für das “Geburtstagskind” übrig. Als evangelisches Kind bekam ich natürlich auch abends immer ein Kreuz auf die Stirn – es war ja ein katholisches Heim…
Es gibt auch andere unangenehme Erinnerungen.