Verschickungsheime,  Verschickungsheime - Baden-Württemberg

Kindererholungsheim St. Antonius – 88260 Argenbühl

Name der Einrichtung: Kindererholungsheim St. Antonius, Argenbühl
Ort: Argenbühl
PLZ: 88260
Straße: Schloss Ratzenried
Heimträger: Kongregation der barmherzigen Schwestern vom hl. Karl
Borromäus
von: 1950
bis: 1973
Kategorie: Kindererholungsheim
Einrichtung heute: Einrichtung existiert nicht mehr. Heute befindet sich dort der Sitz des Humboldt-Instituts.

Kontaktdaten der aktenführenden Stellen


Kontakt 1:
Landratsamt Ravensburg
Kulturbetrieb – Sachgebiet Kultur und Archiv
Gartenstraße 107
88212 Ravensburg
Tel.: 0751 85 9510
E-Mail: kul@landkreis-ravensburg.de
Homepage: www.landkreis-ravensburg.de


Kontakt 2:
Staatsarchiv Sigmaringen
Karlstraße 1+3
72486 Sigmaringen
Tel.: 07571 101 551
E-Mail: stasigmaringen@la-bw.de
Homepage: www.landesarchiv-bw.de/web/47267

Aufrufe: 126

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest

1 Kommentar
Newest
Oldest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Heri
11. November 2021 18:12

Ich war im Sommer 1968 im Kinderheim St. Antonius. Traumatisiert bin ich zurückgekommen, weinte bei jedem kleinen Anlass. Was schon mal für mich ganz schrecklich zu Beginn war, man bekam ein viel kleineres Kind zugeteilt, für das man verantwortlich war, anziehen, ausziehen und was weiß ich noch alles. Ein besonders schlimmes Ereignis ist mir heute noch so präsent, als wäre es gestern gewesen. Wir waren wandern, und beim Zurücklaufen waren zwei Kinder den Schwestern zu laut. Wir durchquerten einen dunklen Tannenwald, da befahlen sie den beiden Kindern, stehenzubleiben. Wir anderen mussten mit den Schwestern weitergehen, die zwei schrien und wollten mit, die Schwestern zwangen sie, stehenzubleiben. Sie schrien um ihr Leben, dachten, man lasse sie alleine für immer im dunklen Wald zurück. Und anderen brach das Herz mit den Zurückgelassenen zusammen. Als wir sie fast nicht mehr sahen ging eine Schwester zurück und holte sie. Da waren Ordensschwestern, es war aber auch immer eine zivile Angestellte dabei. Die holte auch die Kinder. Ob die Kinder das hier lesen – ob sie es noch wissen oder verdrängten und heute nicht wissen, wo ihre Panikstörungen oder was auch immer herkommen? Ich würde es begrüßen, wenn sie das lesen könnten, dass sich noch jemand an diese brutale Behandlung erinnert. Meine Tante erzählte mir nochmal neulich, dass mein Vater danach bei der zuständigen Poststelle anrief, um sich zu erkundigen, was sie mit mir gemacht hatten und warum ich so desolat zurückkam. Über das Ergebnis ist mir nichts bekannt.