Kindergenesungsheim Warteberg 3423 Bad Sachsa
Verschickungsheime,  Verschickungsheime - Niedersachsen

Kindergenesungsheim Warteberg – 3423 Bad Sachsa

Kindergenesungsheim Warteberg

Steinaer Straße 3 c

Telefon: 207

H 420 m

Träger: Wolf Köbrich

Betten: 125

Aufnahme: Knaben und Mädchen von 3-14, ganzjährig; nicht aufgenommen werden psychische und infektiöse Kranke

Preis: DM 9.- bis 14.-

Kurmittel: Badeeinrichtungen, Massageabteilungen, Höhensonne, Heilgymnastik, Kneippsche Anwendungen, Natursolebäder

Ärztliche Behandlung: durch Ärztin A.Köbrich im Haus

Indikation: Nachkuren, Bronchitis, Bronchialasthma, Erschöpfungszustände aller Art, neuropathische Diathese, mot. und sensibl. Reizzustände, Haltungsschwächen, leichte Skoliosen, leichte Fälle von Adipositas

Gegenanzeigen: Keine typischen

Unterricht: Volksschule, Mittelschule, höhere Schule


Heutige Anschrift: Steinaer Str. 30
1896/1897 wurde das Gebäude als Hotel Warteberg gebaut. 1926 wurde es von Dr. med. Rudolf Köbrich aus Leipzig gekauft und renoviert. 1938 wurde der Hotelbetrieb beendet und stattdessen Kinder und Jugendliche zur Kinderlandverschickung der Hitlerjugend aufgenommen. Im Anschluss daran wird 1951 Dr. Rudolf Köbrich als Träger des nun neu eingerichteten Kindergenesungsheims Warteberg genannt. Nach seinem Tod 1952 bis 1958 führt seine Witwe Elfriede Köbrich das Heim. Ab 1959 werden Wolf Köbrich als Besitzer und seine Frau als Ärztin des Hauses genannt. Ehemalige Verschickungskinder erinnern sich an Herrn Wolf Köbrich und einige Angestellte. Der Betrieb des Kindergenesungsheims Warteberg wurde bis 1989 durchgeführt. Das große Haus ist weiterhin in Köbrich-Besitz und wird von mehreren Familien bewohnt.

Aufrufe: 1455

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest

15 Kommentare
Newest
Oldest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Ingrid Lohmann
25. Juni 2022 17:35

Ich war 1960 oder 61 in den Sommerferien nach Bad Sachsa in ein Heim verschickt. Damals war ich 6 oder 7 Jahre alt.

Ich habe daran nur schlechte Erinnerungen, aber ich weiß nicht (mehr), wie das Heim hieß. Laut Herrn Böhm, dem Archivar, könnte es das Haus Wartenberg gewesen sein.
 
Direkt hinter dem Heim war ein Wald (mit einer
Anhöhe?) bzw. es waren Tannen (oder andere Bäume?) auf dem „Hof“ und darüber hinaus. Vom Speisesaal aus kam man auf den Hof hinter dem Haus im/vor dem Wald. Links im Hof war ein großer „Schuppen“ mit einem größeren Unterstand. In der Erinnerung baulich im Stil einer Liegehalle.
Dort waren auch Sitzmöglichkeiten und ich glaube auch Toiletten.

Der Speise-und Aufenthaltsraum war recht groß und ich meine links abgeteilt war noch ein Raum ohne Tür für die kleineren Kinder wie mich.

Abends musste ich immer zur Heimleitung und dahin ging es ein paar Stufen nach unten. Dort wurde mein Hals mit einer übelriechenden braunen Paste eingeschmiert.

Der Schlafraum war nicht besonders groß und davon ging noch ein weiterer kleiner Schlafraum ab. In meiner Erinnerung mit Gitterbetten. Für die Kleinen wie mich war der Mittagsschlaf Pflicht. Wer nicht schlief sondern sprach, bekam Schläge.

Zum Ende des Aufenthaltes gab es eine Verkaufsaktion. Es wurde jedem Kind mitgeteilt wie viel Geld vom Taschengeld noch übrig war und man wurde genötigt, davon ein “Mitbringsel” zu kaufen. Ich habe einen Pappstern mit einem phosporeszierenden Aufdruck, der im Dunkeln leuchten sollte, und ein kleines Plastikreh, dass mit einem braunen körnigen Überzug versehen war, gekauft.
 
Das ist alles, was ich zum Standort sagen kann.
Vielleicht kann jemand was aus seinen eigenen Erinnerungen hinzufügen, vor allem damit ich herausfinden kann, ob ich wirklich in diesem Heim war.
Ich freue mich auch eure Kommentare.

Viele Grüße
Ingrid

Paul
Paul
18. April 2022 10:22

Ich war im Sommer 1967 in diesem Horrorheim und kann fast alles bestätigen, was erzählt wird. Einiges möchte ich noch hinzufügen. Neben dem widerwärtigen Herrn Köbrich wurden wir noch von einige Damen “betreut”, die kaum besser waren als er selbst. Eine ältere Frau hieß Schober, den Namen der jüngeren weiß ich nicht mehr. Von beiden wurden wir bei jeder Gelegenheit geschlagen. Beim Prügeln tat sich Herr Köbrich besonders hervor. Ein Bettnässer wurde von ihm mehrfach brutal misshandelt. Ich selbst wurde geohrfeigt, weil ich in einem Brief nach Hause schrieb, dass es regnet.
Das wenige Geld, das wir hatten, wurde uns nicht nur beim Verkauf von Töpferwaren abgeknöpft. Kurz vor unserer Heimreise kam ein Friseur mit mehreren Lehrmädchen in unsere Jungengruppe. Die Mädchen durften an uns das Haareschneiden üben. Man kann sich vorstellen, wie wir anschließend aussahen. Dafür durften wir dann auch noch bezahlen.
Das schlimmste und prägendste Erlebnis hatte ich allerdings mit dem Hausmeister. Er hieß Herr Martsch oder so ähnlich und belästigte uns Jungen. Mich hat er einmal in seinen Bretterschuppen gezerrt, befummelt und geküsst. Es war widerlich!
Jahre später bin ich einmal nach Bad Sachsa zum Heim gefahren, um mir den sauberen Herrn Köbrich vorzuknüpfen. Er war nicht da. War vielleicht auch besser so.

Helmut
4. Februar 2022 19:35

Ich war wahrscheinlich im Jahre 1956 im Dezember für 4 Wochen “zur Kur” im Heim Warteberg. Ich war mit meheren Kindern aus dem Raum Bocholt dort. Erinnerungen an das Heim habe ich nur sehr wenige.
Bei der Ankunft dort wurden wir aufgeteilt. Die jüngeren, zu den gehörte ich(damals 6 Jahre alt) schliefen im Haupthaus während die älteren in ein anderes Gebäude,das meines Wissens oberhalb des Hauphauses lag, geführt wurden.
Ich sollte, damals noch zu Ostern, eingeschult und davor noch aufgepäppelt werden. Ich war dünn und blass aber nicht krank. Ich erinnere mich, dass ich starkes Heimweh hatte. Mein Bett lag in einer Nische, wo, wenn ich mich zur Wand drehte, keiner sehen konnte, wenn ich abends geweint habe. Heimweh hatten sie wohl alle. Ich hatte auch große Angst, nicht pünktlich wieder zu Weihnachten zu Hause zu sein. Diese Angst konnte wir keiner nehmen war aber leztlich unbegründet. Schreiben konnte ich ja noch nicht und ein Telefon hatten meine Eltern nicht. So war ich da 4 Wochen allein. Habe mich wohl angepasst.
Eine Betreuerin, die ich sehr mochte, hat die Gruppe nach einiger Zeit verlassen. Die neue Betreuerin war unfreundlich und unnahbar.
An das Essen kann ich mich nicht erinnern. Es gab da einen Jungen der kam aus Kiel. In meinen Erzählungen zu Hause habe ich aber immer “Chile” gesagt. Bis meine Schwester mich aufklärte. Ein anderer Junge, an den ich mich erinnere, hatte keine Haare. Der war immer fix dabei. Der durfte auch als Herold bei der Weihnachtsfeier durch klopfen mit einem Besenstiel auf den Boden den Nikolaus ankündigen. Den hab ich da beneidet.
Die Spaziergänge mochte ich nicht. Es war ja Winter und draussen lag Schnee. Da hatte ich immer kalte Füße. Mittagsschlaf war schlecklich. Ich konnte nie schlafen und lag da nur so rum. Reden durften wir ja auch nicht.
So richtig schlimmes ist mir wohl nicht passiert, jedenfalls habe ich da keine Erinnerungen. Irgendwann habe ich auch wohl “geblockt”. Ich kann mich nicht an die Heimreise oder ans Kofferpacken erinnern. Ich war nur froh, wieder zu Hause zu sein.
Mein älterer Bruder und meine ältere Schwester waren auch zur Kur, allerdings in St.Peter Ording einige Jahre vor mir. In einem unserer Gespräche über unsere Kuren erwähnte mein Bruder, dass unsere Verschickungen wohl über ein Sozialwerk der Firma Siemens liefen. Dort waren unsere Eltern beschäftigt.
Ich habe die kleine Hoffnung, dass es noch andere Kurkinder gibt, die mir vieleicht bestätigen können, ob ich wirklich im Heim Warteberg war.

In diesem Sinne alles Gute und liebe Grüße

Helmut

Lina - Marie
Lina - Marie
15. April 2021 11:18

Ich war 1973 im Haus Warteberg, über die Osterzeit. Damals war ich 9 Jahre alt.
Ich habe ungute Erinnerungen an diese Zeit, habe aber auch viele Erinnerungslücken.
Es gab bergeweise Zuckerbrot, Graubrot mit Margarine bestrichen und in einen Zuckertopf geworfen. Für die Erzieherinnen gab es Brötchen mit Butter, Marmelade, Honig und Sirup.
Duschen im dunklen, muffigen und kalten Keller.
Briefzensur.
Pakete wurden von den Pädagoginnen? einbehalten.
Mitgebrachte Kleidung wurde konfisziert und in einem Sack aufbewahrt.
Mittagsschlaf war ein Muß, danach singend durch den Wald.

Es muss zu der Zeit noch eine Ärztin im Haus gewesen sein. Kann sich jemand an sie erinnern oder weiß mehr über das damalige Personal?

Ich kann mich an keine der genannten Kuranwendungen erinnern, außer nackt durchs Haus zu den Duschen laufen müssen und wieder zurück. Handtuch umwickeln oder Bademantel waren verboten.
Toiletten ohne Türen.

Ich freue mich auf weitere Hinweise zum dieser Einrichtung und über Kontakte zu Menschen die dort waren.

Das Haus rechts auf dem Foto hat (heute) die Nummer 30 und oder 30A

Viele Grüße
Lina-Marie

Elke
Elke
Reply to  Lina - Marie
17. Dezember 2021 00:53

Ich war über den Monat Oktober 1967 im Haus Warteberg und damals 12 Jahre alt. Mit einem anderen jüngeren Mädchen aus der Nachbarschaft wurde ich aus dem Ruhrgebiet zur Erholung nach Bad Sachsa geschickt.
Unsere Gruppenleiterin war eine sehr junge Frau die uns als erstes sagte, dass sie sich geärgert hätte unsere Gruppe bekommen zu haben, denn sie wollte lieber die ganz kleinen Kinder die schon ab 2 oder 3 Jahren dort hin kamen. Den Ärger ließ sie an uns aus, sie war jeden Tag missmutig und schlecht gelaunt! Als wir für die Liste unsere Namen und die unserer Eltern sagen mussten war da ein Mädchen, dass nur die Mutter angab. Auf die Frage, wo denn ihr Vater sei sagte die Kleine:”Meine Mutter ist nicht verheiratet!” und musste sich gleich das Gelächter der Gruppenleiterin anhören. Seitdem wurde das Mädchen von ihr schikaniert! Wir anderen mussten zusehen, wie dieses Kind sich auf den Essensteller erbrach und das Erbrochene aufessen musste! Niemand von uns durfte sich rühren oder aufstehen! Es war schrecklich!
Briefe nach Hause wurden diktiert und man durfte keinen eigenen Satz dort hineinschreiben.
Oh ja – man hat auch an den Kindern verdient! Ich erinnere mich an eine “Verkaufsveranstaltung”: Auf einem großen langen Tisch wurde Bunzlauer Keramik angeboten und wir wurden aufgefordert doch unseren Familien Andenken zu kaufen! Ich hatte nur 5,00 DM mitbekommen, weil wir 6 Kinder daheim waren und konnte nichts kaufen weil ich schon für das Material vom Emaille-Kurs bezahlen musste, den Hr. Köbrich leitete. Es gab auch einen Tanzkurs, doch da waren schon zu viele andere Kinder.
Ich erinnere mich auch daran, dass wir putzen mussten! Meiner Bettnachbarin, sie hieß Elke Wraage und war dort weil ihr Papa kurz davor gestorben war, ist beim Toilettenputzen der Lappen ins Klo gefallen und sie bekam von Hr. Köbrich dafür eine schallende Ohrfeige!
Morgens gab es immer dünn mit Marmelade bestrichene Brote und stark verdünnten roten Tee aus einem riesigen Aluminium-Topf. Dann stellten wir uns alle an die Wände des großen Speisesaal in einen Kreis und sangen Lieder – das nannte man “Morgenkreis”.
In den einzelnen Schlafsälen standen ca. 12 bis 14 Betten, keine Nachtschränke oder sonstigen Ablageflächen, im Wandschrank hatte jedes Kind ein einzelnes Fach. Alle Mädchenschlafsäle waren auf dem gleichen Flur und es gab nur eine Toilette! Die war abends einmal so verstopft, dass die übergelaufen ist. Da gab es ein Riesentheater!
Unsere Freizeitaktivitäten waren tagsüber Spaziergänge durch den Wald oder Ruhen in der Liegehalle: Einem nach den Seiten offenen Schuppen mit gezimmerten Liegen und jedes Kind konnte sich mit einer muffigen Decke.zudecken.
In den ganzen 6 Wochen verhielt ich mich still im Hintergrund, ich wollte auf gar keinen Fall auffallen und mir den Unmut von Heimleiter oder Gruppenleiterin zuziehen.
Als ich nach 6 Wochen wieder zurück war, kannten meine Lehrer in der Schule mich nicht mehr wieder! Sie sagten dauernd:”Was hat man in Bad Sachsa nur mit dir gemacht?”
Ich fuhr als schüchternes Kind und kam als verstörte Heranwachsene wieder!
Das Schlimmste für mich war, dass wir uns von einem Mann, nämlich dem Heimleiter Hr. Köbrich, nackt mit einem Wasserschlauch abspritzen lassen mussten – ich bin vor Scham gestorben! Nie hätte ich mich freiwillig vor einem Mann ausgezogen! Ich hatte dort auf einmal das Gefühl, mich nicht in meinem Körper zu befinden, sondern mich – das verängstigte Kind – von der anderen Seite des Kellers zu beobachten!
Die älteren und auch schon gut entwickelten Mädchen wussten gar nicht, welches Körperteil sie mit ihren Händen abdecken sollten – was unmöglich war, wenn der sehr harte Wasserstrahl sie traf! Heute liefe das unter Kindesmissbrauch! Nachts haben sich viele von uns in den Schlaf geweint!
Ich habe Jahre gebraucht um mich von diesem Aufenthalt zu erholen und um zu gesunden!

Alles Gute an euch alle die auch so etwas erleben mussten
Elke

Henning
Henning
Reply to  Lina - Marie
9. Dezember 2021 15:05

Ich war auch im Haus Warteberg. Es dürfte der Sommer 1973 oder 1974 gewesen sein. Also war ich 8 oder 9 Jahre alt.

In meiner Erinnerung sind geblieben:
Das Essen. Puddingsuppe, Puddingsuppe, Puddingsuppe… und Brot mit Margarine. Nach der Kur war ich so fett, dass mich meine eigene Mutter nicht erkannt hat.
Das Duschen. Nackt in die eiskalten Räume. Das “Duschen” hat Herr Köbrich (Igelschnitt, Nickelbrille) persönlich mit einem Wasserschlauch erledigt. Jeder Junge musste einzeln vor eine Wand treten und wurde abgespritzt. Dabei wurde die Härte des Wasserstrahls dem “Maß der erforderlichen Bestrafung” angepasst. Meistens wurde der Rücken traktiert, jedoch gab es auch die Steigerung, sich mit dem Rücken zur Wand stellen zu müssen, Beine auseinander… Den sehr harten Wasserstrahl gab es dann direkt zwischen die Beine…
Besondere Freizeitevents. Einmal wurde z.B. im Wald ein besonderes Spiel veranstaltet. Wir, die Jungs aus der mittleren Gruppe, wurden mit einem Vorsprung in den Wald geschickt, bevor die älteren Jungs hinterher gehetzt wurden (unter Führung von Herrn Köbrich), um die Kleinen zu fangen. Diejenigen, die erwischt wurden, wurden zu einem alten verschlammten Kneipp-Becken getragen und hineingeworfen.
Zensierte Post erinnere ich auch. Oder mein Geburtstagspäckchen, welches von zu Hause kam. Es wurde von der “Aufseherin” unserer Gruppe weggenommen. Ich habe es nie wieder gesehen.
Es ist schon erstaunlich, wieviel man nach fast 50 Jahren noch erinnert. Man möchte mal in Bad Sachsa anhalten, wenn man vorbei kommt, um mit Herrn Köbrich das lustige Spiel im Wald zu spielen. Nur diesmal bekommt er den Vorsprung… Leben die Erben eigentlich gut von dem Geld, dass Familie Köbrich mit ihrem Internierungslager verdient hat?
Am schlimmsten finde ich aus heutiger Sicht allerdings, dass damals niemand etwas unternommen hat.

Viele Grüße,
Henning

Dirk Lasseur
Dirk Lasseur
Reply to  Henning
17. Dezember 2021 23:09

Hallo Henning,
bin erst gerade auf die Seite hier gestoßen und müsste auch zu der Zeit dort gewesen sein. Deine Schilderung zur Puddingsuppe passt genau in meine Erinnerung (zwei Sorten.. mir wird immer noch schlecht, wenn ich daran denke…). Bis gerade war ich noch unsicher, ob es das richtige Haus war, deine Schilderung passt genau. Ich war damals knapp 6 Jahre alt und 6 Wochen dort. Mit den Erinnerungen geht es mir genau so. Ich kann mich noch an die grauen Etiketten zur Kennzeichnung meiner Kleidung erinnern und weiß noch wo mein Tisch im Speisesaal war. Ich erinnere auch noch einen Sportraum mit einem Klavir, in dem wir schräge körperliche Aktivitäten ausführen durften.

LG Dirk

Birgit Hutchcroft ( Lawrenz)
Birgit Hutchcroft ( Lawrenz)
Reply to  Lina - Marie
13. November 2021 20:31

Zu dieser Zeit hat meine Mutti dort ( nach einer Scheidung) dort fuer 42 Mark die Woche in der eiskalten Waschkueche gearbeitet.

LinaMarie
LinaMarie
Reply to  Birgit Hutchcroft ( Lawrenz)
1. Februar 2022 17:38

Hallo Birgit,
kann und mag deine Mutter etwas mehr zu ihrer Arbeitszeit dort erzählen?

Je mehr Berichte ich zum Haus Warteberg lese, um so unsicherer werde ich. Und frage mich, ob ich nicht vielleicht doch in einem anderen Haus gewesen bin.
Gleichzeitig passt dann wieder vieles zusammen.

Liebe Grüße
Lina-Marie

Karin Diestel
Karin Diestel
Reply to  Lina - Marie
23. Oktober 2021 00:39

Hallo Lina-Marie,

ich war im Winter 1956 oder 57 im Haus Warteberg. Meine Bilder aus der Zeit haben mich mein ganzes Leben begleitet. Es sind schreckliche Bilder. Was Du beschreibst, kann ich bestätigen. Nur das Essen war zu meiner Zeit sehr viel schlimmer. Ich sehe mich noch vor irgend einem matschigen Brei sitzen mit Dosenobst. Wenn ich einen Teller geschafft hatte, gab es Nachschlag, bis zum Erbrechen. Hinter dem Haus floss ein Bach, das Gelände ging bergab.

Ich würde mich freuen, von Dir zu hören.
Karin

Helmut
Reply to  Karin Diestel
5. Februar 2022 11:06

Hallo Karin
Wie ich oben geschrieben habe, war ich wahrscheinlich im Winter 1956 dort. Ich kann mich leider -oder zum Glück- nicht mehr an alles erinnern. Als ich das Bild von dem Heim gesehen habe, konnte ich mich irgendwie an den Wintergarten erinnern und das wir bei den Spaziergängen an einem Teich vorbeigekommen sind.

Karin Diestel
Karin Diestel
Reply to  Helmut
24. März 2022 00:05

Hallo Helmut, erinnerst Du den Bach im Garten? Den habe ich ganz deutlich vor mir. Ich besitze ein Foto mit der Gruppe im Schnee. Werde ich hier wohl nicht zeigen können. Wir mussten Eisenbahn spielen, wenn wir zum Klo durften. Ich glaube, 3x am Tag. Die Hände auf die Schultern des vorderen Kindes und dann hintereinander die Treppe hoch. Die hinteren konnten es nicht so lange zurückhalten und machten oft in die Hose.

Helmut
Reply to  Karin Diestel
30. März 2022 14:57

Hallo Karin, an einen Bach kann ich mich nicht erinnern. An Aufenthalte im Schnee, von dem es ja reichlich gab, kann ich mich nicht erinnern, ausser an einen Spaziergang der abgebrochen wurde, weil es wohl zu kalt war. Je mehr ich mich mit dem Aufenthalt befasse, desto mehr bestärkt bin ich in der Annahme, dass ich recht früh “abgeschaltet” habe und nur noch körperlich anwesend war. Es muß also wenig gewessen sein, was für mich angenehm war. Ich war ja wohl vor der Einschulung dort, also gerade 6 jahre alt. Inzwischen habe ich mich bei einem Treffen von Verschickungskindern austauschen können. Aber keiner von denen war in Bad Sachsa und alle sind z.T. deutlich jünger als ich.Wir werden aber in Kontakt bleiben.

Karin Diestel
Karin Diestel
Reply to  Helmut
30. März 2022 21:47

Hallo Helmut, wie können wir uns mal, außerhalb dieser Seite, austauschen? Ich habe ein Foto von meiner Kindergruppe im Schnee. Vielleicht bist Du ja sogar zu sehen, denn mein genaues Datum steht nicht fest. Bin 51 geboren und wurde sicher vor der Einschulung verschickt. Also, zwischen 56 und 58 muss ich da gewesen sein.

Helmut
Reply to  Karin Diestel
31. März 2022 11:11

Hallo Karin
Wie kann ich Dir eine persönliche Nachricht zukommen lassen?