Verschickungsheime,  Verschickungsheime - Bayern

Kinderheilstätte Sonnenleit’n – 8232 Bayerisch-Gmain

Kinderheilstätte “Sonnenleit’n”

Berchtesgadener Straße 5

Telefon: Bad Reichenhall 2041

Höhe: 550 m

Träger: Dr. med. A. und M. Dietmair; Mitglied der bayer.Privatkrankenanstalten; AOK (RVO). Ersatzkassen

Betten: 70

Aufnahme: Knaben und Mädchen von 4-14, ganzjährig; nicht aufgenommen werden psychische und infektiöse Kranke

Kurmittel: Solebäder, Moorbäder, alle Inhalationen,Heilgymnastik

Ärztliche Behandlung durdi Arzt im Haus

Indikation: Asthma, Bronchitis, allgemeine Schwäche

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7 Kommentare
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Matthias Jacobs
19. Januar 2022 22:35

Ich habe leider nur noch ziemlich dunkle Erinnerungen – bin mir aber sicher, dass ich mindestens zweimal für 6 Wochen dort war. Es muss 1963 bis 65 gewesen sein. Das letzte mal war ich mit meiner zwei Jahre jüngeren Schwester zusammen dort. Es war vor meiner Einschulung, bzw. im 1. Schuljahr. Ich erinnere große Schlafsäle – ich glaube unter dem Dach. Es musste immer alles aufgegessen werden, meine Schwester war eine sehr schlechte Esserin und ich habe heimlich von ihr mitgegessen, damit sie nicht bestraft wird. Gefühlt hat sich bei jedem Essen jemand übergeben….
Am Wochenende mussten die Jungen den Mädchen etwas vorführen, oder umgekehrt.
Meine Schwester bekam jede Woche ein Päckchen von ihrer Patentante – das würde unter den Augen Aller geöffnet und er Inhalt (meist Süsses) an alle verteilt.
Briefe nach Hause wurden gemeinsam mit den Aufseherinnen geschrieben, bzw. zensiert.
Traumatisch habe ich die Abschiede auf dem Bahnsteig in Erinnerung – wir wurden an fremde Tante übergeben, die uns im Zug begleitet hat.
Ich wäre sehr dankbar für weitere Eindrücke, da ich mich an so wenig erinnern kann. Leider kann ich meine Eltern nicht mehr befragen. Ich weiß aber heute, dass mir die von meinen Eltern angeblich gut gemeinten “Erholungsaufenthalte” ganz und gar nicht gut getan haben.
Ich glaube übrigens, dass bei mir der Kostenträger die Bundesbahn, bzw. die Bundesbahnkrankenversicherung KvB war.

Willi
Willi
2. Januar 2022 17:03

Etwa 1962 war ich für 6 Wochen im Haus Sonnleiten in Bayerisch-Gmein. Was ich bestätigen kann ist die Tatsache, dass wir alle zur Eingangsuntersuchung nackt zum Doktor mussten. Alle nackt in Reih und Glied von klein bis 14 Jahren, Mädchen und Jungen gemeinsam. Das war für die Größeren schon peinlich. Dann wurden wir im Keller in Sole gebadet, wiederum alle Altersgruppen immer hintereinander. Und das von einer “Tante”, die gefühlt kaum älter war als die Ältesten aus der Gruppe.
Ansonsten hatten wir mit unserer Gruppentante sehr viel Glück. Wir haben sehr viel Sport und Bewegung, viele Wanderungen in die Umgebung, einschließlich eine Wanderung vom Predigtstuhl über den Dreisesselberg zurück nach Bayerisch Gm ein.
Außer den Untersuchungen beim Doktor und den Badekuren kann ich mich eigentlich nicht beklagen, was man so als 13-jähriger beurteilen kann.

Andreas Macher
14. August 2021 16:48

Hier ein neueres Bild (1969) von der Kinderheilstätte Sonnleit’n

Andreas Macher
14. August 2021 16:31

Mir liegt noch ein Brief aus meinem Heimaufenthalt von 1969 in der Kinderheiltätte Sonnleit’n vor. Dort ist im Briefkopf die Telefonnummer mti 4141 angegeben. Aus dem Postkartenbilld lässt sich rekonstruieren, dass die Adresse vermutlich nicht stimmen kann. Die Lage der Berge auf dem Postkartenbild passt nicht zur Google Earth Ansicht der angegebenen Adresse. Sonnleitn ist ein ganzer Ortsteil. Daher ist dort das Haus vermutlich zu suchen.
Als behandelnder Kinderarzt ist auch noch Dr. Dagmar Stumpf angegeben.

Isabelle Nünninghoff
Isabelle Nünninghoff
Reply to  Andreas Macher
23. August 2021 11:33

Hallo Andreas, Danke für Deine Meldung hier; weißt Du, über welchen Träger Du in Sonnleit’n verschickt worden bist? Zufällig DAK?
 
Ich erstelle gerade eine Liste aller DAK-Betroffenen mit Blick auf Kommunikation mit der DAK. Die Liste bleibt bei mir, geht NICHT an die DAK, sondern soll einfach helfen, dass wir ein Mengengerüst der DAK-Betroffenen im Umkreis der Initiative haben. DANKE. 
Falls Du DAK’ler warst, kannst Du bitte auch angeben, ob Du Dich bei der DAK unter der Betroffenenmailadresse gemeldet hast und ob Du an noch weitere Orte verschickt worden bist. MERCI.
LG Isabelle Nünninghoff

Beate Sommer
Beate Sommer
Reply to  Isabelle Nünninghoff
3. März 2022 22:17

Hallo Isabelle, ich war im November 1961 an meinem 9. Geburtstag auch in Bayrisch Gmain, sicher auch von der DAK aus, da meine Eltern dort versichert waren. Ich war aus der Reutlinger Region. Für Infos bin ich dankbar!
Viele Grüße Beate Sommer

Andreas Macher
Reply to  Andreas Macher
15. August 2021 11:10

Im historischen Telefonbuch von 1969 ist die Adresse mit “Berchtesgadener Straße 8” angegeben