Verschickungsheime,  Verschickungsheime - Baden-Württemberg

Kinderheim Schuppenhörnle – 79868 Feldberg

Name der Einrichtung: Kinderheim Schuppenhörnle, Feldberg
Ort: Feldberg
PLZ: 79868
Straße: Schuppenhörnlestraße 37
Heimträger: Berufskrankenkasse Kaufmannserholungsheime Hamburg
von: 1937
bis: 1985 (ca.)
Kategorie: Kindererholungsheim
Einrichtung heute: Einrichtung existiert nicht mehr. Heute befindet sich dort eine Eltern-Kind-Fachklinik.

Kontaktdaten der aktenführenden Stellen

Kontakt 1:

Staatsarchiv Freiburg
Colombistraße 4
79098 Freiburg
Tel.: 0761 380600
E-Mail: stafreiburg@la-bw.de
Homepage: www.landesarchiv-bw.de/web/47231

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Simone
Simone
25. Mai 2022 09:53

Schuppenhörnle, Feldberg Nov./Dez. 1982 DAK

Hallo,
ich war 1982 auch für 6 Wochen im Schuppenhörnle. Bei den “grünen Sternen”. Ich habe nur noch wenige Erinnerungsfetzen. Aber es hat Jahrzehnte gedauert, bis ich überhaupt darüber sprechen zu können ohne einen Weinkrampf zu bekommen. Da es mir an vielen Erinnerungen fehlt, stoße ich in der Familie irgendwie auf Unglaubwürdigkeit. Ich hätte es ja sonst erzählt, wenn da was vorgefallen wäre….., so heißt es. Das tut verdammt weh. Zum Essen gezwungen bis zum Erbrechen, mit eiskaltem Wasser waschen…. Und irgendwie schwelt noch eine Erinnerung bezüglich dem Sack vom Nikolaus. Da kann ich aber noch keine genaue Verknüpfung wieder herstellen. Leider. Es war gefühlt die schlimmsten 6 Wochen in meinem Leben. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass es viele Verknüpfungen und Blockaden in diesem jetzigen Leben gibt. Hier sei nur mal das absolute Fehlen von Urvertrauen und fehlende Vertrauen zu allen anderen Menschen erwähnt.
War noch jemand zu der Zeit im Schuppenhörnle? Würde mich über einen Austausch freuen. Vielleicht kommen dann weitere Erinnerungen hoch und die Aufarbeitung geht einen Schritt weiter.

Monika
Monika
7. April 2021 21:47

Schuppenhörnle, Feldberg 1974 DAK verschickt von Celle aus

Im Schuppenhörnle war ich im Alter von 7 Jahren zur Kur. Es war eine sehr schlimme Zeit.
Briefe an unsere Eltern wurden von den Erziehern geschrieben oder uns vorgeschrieben. Von uns geschriebene wurden vor dem Abschicken gelesen. Briefe und Pakete von den Eltern wurden geöffnet, gelesen und aussortiert. Süßigkeiten wurden weggeschlossen und von den Erziehern gegessen. Selten nur bekamen wir auch einmal eine Süßigkeit.

Wir durften nicht vom Essen probieren, bis alle Kinder etwas hatten, sonst wurde uns Strafe angedroht. So hatte ein Mädchen nur an ihrem brühend heißem Grießbrei riechen wollen, die Hände waren unter dem Tisch, das Besteck hatte sie nicht angerührt. Das Mädchen wurde von der Erzieherin mit einem heftigen Stoß in den heißen Grießbrei gedrückt und dann vom Essen ausgeschlossen.

Weinen durfte kein anderes Kind, sonst hätte uns dasselbe gedroht.

Eines Nachts wurde ich schlafend aus dem Bett gerissen und durfte die Nacht in einem Flur alleine auf einer harten Sportbank schlafen…….

Wer war zu dieser Zeit auch im Schuppenhörnle?

Manuela Richter
Manuela Richter
Reply to  Monika
25. August 2021 17:26

Liebe Monika,
ich war 3x dort 1973 1974 und 1975/1976
Ich kann mich an vieles nicht mehr erinnern wahrscheinlich aus gutem Grund!Beginne gerade mit den Recherchen
da ich sicher bin dass die damalige Zeit für einiges in meinem Leben verantwortlich ist.Die Zusammenhänge erkenne ich erst jetzt mit 50 !Gerne Austausch und Kontakt
whatsup 0179 4631254

Andrea Frau Henß
Reply to  Manuela Richter
15. Oktober 2021 21:14

Hallo,
ich war 1975 da in der Kur. Es war Winter und ich war 5 Jahre alt. Ich habe eigentlich nur gute Erinnerungen an diese Zeit. Wahrscheinlich war ich einfach zu jung. Ich kann mich nur an Schlittenfahren und Bastelaktionen erinnern. Es lag sehr viel Schnee und wir waren viel draußen unterwegs.

Simone
Simone
Reply to  Andrea Frau Henß
9. November 2021 23:26

Ich war 1980/81, auch im Winter. auch mit 5, fuer 5 oder 6 Wochen da. Ich weiss noch, dass wir nicht unterm Dach laufen durften, weil die Eiszapfen runterkommen koennten. Ich erinnere mich auch noch an die Mittagsruhe in einer Halle, wo wir ganz leise sein mussten und nicht aufs Klo durften. Meine Mutter hat alle Briefe/Karten aufbewahrt und ich habe immer gebettelt nach Hause kommen zu duerfen und habe immer gefragt ob ich am Bahnhof abgeholt werde. Jedesmal war ein Begleitschreiben dabei wo mein Heimweh als normal beschrieben wurde, und dass sich das nach ein- bis zwei Wochen legen wuerde. Und ich hatte bei meiner Heimkunft ein Affektion: ich habe mit einem franzoesischem Akzent gesprochen, weil einer der Jungen Franzose war und von den Betreuern mehr beachtet wurde, was sehr zum Leidwesen meiner Mutter war. Schlittenfahren und basteln waren auch fuer mich die Highlights. Und das ich in der ‘gruenen Gruppe’ war, wie in meinem Kindergarten!