Verschickungsheime,  Verschickungsheime - Bayern

Kinderkurheim Königssee – 8240 Königssee

Kinderkurheim Königssee

Hans und Marta Hübner, Nr. 121

Telefon: Berchtesgaden 2408

Höhe: 680 m

prK Vertragsheim der Barmer Ersatzkasse

Betten: 48

Aufnahme: Knaben und Mädchen von 6-14, ganzjährig; nicht aufqenommen werden psychische und infektiöse Kranke, Bettnässer

Preis: DM 10.- K Höhensonne, Heilgymnastik

Ärztliche Behandlung

Indikation: Infektneigung, Adenoide, Racb.itisfolgen, Unteremährungsanämie, Anorexie, Adipositas, spastische Bronchitis, vegetative Dystonie


Foto mit freundlicher Genehmigung von M.Wiking

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Gerald Klemm
Gerald Klemm
29. März 2022 12:10

Hallo an Alle Verschickungskinder, ich war in diesem Heim im Jahre 1974, habe nur ein paar Erinnerungen an den Aufenthalt dort, und kann glücklicher Weise nichts negatives berichten. Da habe ich wohl Glück gehabt.

@schoenau
Admin
11. Dezember 2021 17:26

Hallo Andreas, bist du sicher, dass das Jahr deiner Verschickung stimmt? Das wäre sehr ungewöhnlich. Das Hübner-Haus diente 1997 bereits anderweitigen touristischen Zwecken und bot in Katalogen des Berchtesgadener Landes für 1997 dort Ferienwohnungen an.

Andreas Möller
Andreas Möller
Reply to  @schoenau
18. April 2022 11:25

Oh, da ist mir ein Fehler unterlaufen: Ich meinte natürlich 1967.

Andreas Möller
Andreas Möller
7. Dezember 2021 19:03

Ich war auch mal ins Kinderkurheim am Königssee verschickt worden; ich weiß sogar ziemlich genau den Zeitraum: Es war im Herbst 1997. So schlimm, wie es die Medien für viele andere Kinderkurheime dargestellt haben, war es dort allerdings insgesamt nicht. An 5 der Betreuerinnen kann ich mich noch gut oder weniger gut erinnern: Da waren zunächst die Betreiber dieses Kurheims: Herr und Frau Hübner, deren Privatwohnung sich unmittelbar hinter dem Heim befand. Sie hatten stets ein offenes Ohr für die Kurkinder. Dann war da mal eine Betreuerin, die ich nur mit Vornamen kannte. Es handelte sich um eine gewisse Fräulein Sylvia. Sie habe ich neben den Hübners in bester Erinnerung, und sie hatte auch so eine ruhige Ausstrahlung. Schlimmer waren aber eine Fräulein Charlotte und Fräulein Gertrud, ebenfalls nur mit Vornamen bekannt. Sie machten beide oft Streß. Am schlimmsten war jedoch Gertrud. Ich weiß noch, wie ich mal nachts beim Schlaf irgendwelche Alpträume hatte, fing dabei an, laut zu weinen, was ich nicht einmal im Schlaf bemerkte. Anstatt nun mich zu trösten, setzte sie mir noch eins drauf, putzte mich runter und sagte noch dazu: “Du weckst ja das ganze Heim auf.” Ich meine, so ein Job ist sicherlich undankbar, aber das ist kein Grund, sich dermaßen gehen zu lassen. – Dann weiß ich noch, wie wir fast zu jedem Frühstück Kompott vorgesetzt bekamen, was mir allmählich zum Hals raushing. – Ferner weiß ich noch, wie ich nach meiner Ankunft im Heim wie ein Schloßhund heulte, zumal ich mich plötzlich aus meinem gewohnten Milieu herausgerissen und abgeschnitten fühlte. Aber ich erinnere mich noch an eine etwas älteres Kurkind, stammte ebenfalls aus meiner Heimatstadt Osnabrück und hieß Christel Wörmann, die es irgendwie verstand, mir Trost zu spenden. Glücklicherweise fand ich aber bald Anschluß, und nicht schlecht war auch am Ende des Aufenthaltes eine Abschiedsparty.

C.S.
C.S.
Reply to  Andreas Möller
28. Juni 2022 10:36

auch ich war 1967 ( im frühjahr)weil ich sehr dünn war ,in diesem heim zur kur.
ich war 11 jahre alt und es war schrecklich.
uns wurde nach der ankunft,das taschengeld und briefmarken(es könnte ja geklaut werden) abgenommen .später bekamen meine eltern eine rechnung,über eintrittsgelder und diversem….was ich niemals bekommen habe.das eingesammelte geld war natürlich auch weg!
ein junge wurde in der zeit auch fürchterlich verprügelt.( das habe ich nicht selbst gesehen,nur den jungen am nächsten tag)
jeden morgen mehlsuppe,erinnerte mehr an schweinemast,als an eine ned kur.
schöne erinnerungen habe ich eigtl gar nicht!

Andreas Möller
Andreas Möller
Reply to  Andreas Möller
18. April 2022 11:32

Kleine Korrektur: Es muß natürlich 1967 und nicht 1997 heißen.