Kreiskinderheim St. Theresia 4110 Geldern-Baersdonk
Verschickungsheime,  Verschickungsheime - Nordrhein-Westfalen

Kreiskinderheim St. Theresia – 4110 Geldern-Baersdonk

Kreiskinderheim St. Theresia

Träger: Kreisverwaltung Geldern

Betten: 30 (Abweichend von der gesamten Bettenzahl waren 30 für Kurkinder)

Aufnahme: Erholungskinder, abweichend vom normalen Betrieb als Säuglings- und Kleinkinderheim.

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12 Kommentare
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Wilfried Taapken
Wilfried Taapken
31. August 2022 20:43

Hallo, also:
Ich war im Jahre 1978 dort auf der Josefgruppe im EG
Ich kann nicht behaupten daß es uns schlecht erging. Sicher sind das einige Jahre später, als Ihr dort untergebracht ward.
Marita kenne ich auch noch, die hatte auch eine kleine Schwester ?
Der Heimleiter hatte Herr Barth geheißen, ich hoffe der Name ist korrekt geschrieben.
Danach kam der Heimleiter Herr Reus (korrekt), der war Niederländer.
Also ich kann nichts negatives sagen.
Untergebracht waren dort zu der Zeit ca. 60 bis 80 Kinder.
Liobergruppe, Adelheitgruppe, Josefgruppe, die anderen Gruppen weiß ich nicht mehr.
Grüße
Ach und wenn da einer ist der auch zu der Zeit dort war- schreibe doch bitte mal, so zum Austausch.
Grüße,
Willie

Cornelia
Reply to  Wilfried Taapken
2. September 2022 00:55

Hallo Willie, sicher dass es dieses Kinderheim war? Es wurde 72/73 geschlossen und die Kinder auf andere Heime verteilt. Vorher wurde es meines Wissens nur vom Orden “Schwestern unserer lieben Frau” geführt.

Wilfried Taapken
Wilfried Taapken
Reply to  Cornelia
23. September 2022 20:08

100 % sicher.
Zu der Zeit wurde auch ggü. die JVA gebaut.
Baersdonk.

Wilfried Taapken
Wilfried Taapken
31. August 2022 20:33

Ah, ich war dort auch untergebracht, 1978

Cornelia Fiegert
13. April 2022 22:31

Hallo, entsetzt lese ich hier die Berichte, was einigen in diesem Heim widerfahren ist. Ich war selbst von 1967 bis 1971 dort. Zunächst in der Theresien Gruppe? bei Sr. Rafaela, später dann auf eigenen Wunsch im sog. Säuglingsheim. Ab 68 wurde dort eine gemischt geschlechtliche Gruppe unterschiedlicher Altersgruppen eingerichtet bei Sr. Materna. Über der Josef für Jungen war noch die Hildegardis, die allgemein als “Vorzeigegruppe” galt, da dort viel musiziert, gebastelt und gehandarbeitet wurde. Insgesamt gab es geschätzt ca. 60-80 Plätze. In der Heimschule, die 68 geschlossen wurde, gab es die Klassen 1-4 bei einer sehr schlanken älteren Lehrerin (Name ist mir entfallen) und die Klassen 5-9 bei Lehrer Sieben. Das Geschrei der Jungen aus dem Kartenraum, wo der Rohrstock zum Einsatz kam, klingt mir noch heute in den Ohren. Mädels erhielten zur Strafe 10 x das große Einmaleins schriftlich bis zum nächsten Tag. Zum Berufsjubiläum von Lehrer Sieben wurde ich verdonnert, ein ellenlanges Gedicht vorzutragen. Ab Sommer 68 ging es dann zur Geschwister-Scholl nach Veert und ab der 7 auf die Liebfrauen. Wir waren zu dritt, (Karin, Marita und ich) und mussten jeden Morgen mit dem Rad nach Geldern. An Erholungskinder im Heim kann ich mich nicht erinnern, jedoch an 2 “besondere Situationen”. Das war einmal ein etwas übergewichtiger Junge, der regelmäßig von der Familie abgeholt wurde und mit Taschen voller Süßigkeiten zurückkam, während ansonsten kaum mal ein Kind Besuch bekam. Und eine Zeit lang beherbergten wir eine Tochter des Schaustellers Tusch, die ihr Kind austrug und gebar. Das Kind blieb noch eine gewisse Zeit im Heim. Regelmäßig hatten wir auch Praktikantinnen, die zu Erzieherinnen ausgebildet wurden. An gewalttätige Übergriffe von diesen kann ich mich aber nicht erinnern, Auch habe ich persönlich dort keine Gewalt erfahren, erinnere mich aber an schöne Erlebnisse, wie Schnitzeljagd, großes Lagerfeuer im Innenhof zur Kartoffelernte mit Gespenstergeschichten, ausgedehnte Vorbereitungen zu Festen, mit gruppenübergreifenden Bastelarbeiten und Flötenkurse zur Weihnachtszeit. Zwei von uns durften helfen, die Weihnachtsgeschenke für die Kleinen einzupacken und die Räume zu schmücken, Ferienverschickung zu Bauernfamilien ins Münsterland, usw. Was mich betrifft, habe ich mich entgegen meiner Stammfamilie dort gut aufgehoben gefühlt. Liebe Grüße

Heinz W. Scholten
Heinz W. Scholten
12. September 2021 09:49

Kreiskinderheim St. Theresia, stimmt
Träger: Kreisverwaltung Geldern, stimmt
Betten: 30, stimmt nicht, es waren bedeutend mehr
Aufnahme: Erholungskinder, stimmt nicht,

Wagner
Wagner
Reply to  Heinz W. Scholten
14. Februar 2022 21:36

Hallo Heinz, ich war von 1966 bis 1968 in Geldern. Dein Name kommt mir bekannt vor. Wäre schön wenn wir uns Mal austauschen könnten.

Lieben Gruß

Hannelore
Hannelore
Reply to  Heinz W. Scholten
20. Oktober 2021 06:11

Ich vergaß zu erwähnen ich habe 16 Jahre auf dem Baersdonkweg in Geldern (zeitweise zu Nieukerk gehörend) gewohnt.
Manche Kinder waren nur vorübergehend da wie mein Bruder.
Oder bei den Geschwistern Maasmann (ich glaube das waren 5) sollte es auch so sein. Dann starb aber die Mutter und alles sah anders aus.
Von Erholungskindern habe ich dort nie gehört. Wenn das Heim nur angeblich 30 Betten gehabt hätte wie sollen dann mal eben 5 Kinder untergebracht werden plus die ganze Babys /Kleinkinder (das waren große Geldeinnahmen ich weiß von meinen Eltern das sie richtig viel für die Unterbringung meines Bruders bezahlt haben).

Hannelore
Hannelore
Reply to  Heinz W. Scholten
20. Oktober 2021 05:57

Das kann ich nur bestätigen ich hatte eine Freundin in dem Heim. Sie war schon 16/17 Jahre (kam aus kreis Düsseldorf) und hätte aus dem Heim gemusst als es aufgelöst wurde. Sie durfte als eine der wenigen noch ein paar Monate bleiben bis sie ihren Abschluss bei der Liebfrauenschule gemacht hatte. Danach ging sie in eine Wohngruppe bei Düsseldorf.
Ich habe in der Nachbarschaft gewohnt und weiß dass Gebäude links komplett mit Babys und Kleinkindern belegt war, was der Anzahl der Betten schon ganz klar widerlegt.
Mein Bruder wurde dort auch kurzzeitig untergebracht als ich geboren wurde.

Jens
Admin
Reply to  Heinz W. Scholten
12. September 2021 10:20

Laut Folbert – Ausgabe 1964, wurden auch Kurkinder aufgenommen. Zudem gibt es bisher drei unabhängige Berichte ehemaliger Verschickungskinder.

Ralle
Ralle
Reply to  Jens
18. Dezember 2021 01:45

Hallo;
ich war selbst von 1964 bis 1970 dort in dieser Hölle. Wir waren weit mehr Kinder als 30. Alleine an “normalen” Gruppen waren 3, 2 Jungengruppen : Michael und Josefsgruppe. Dann noch eine Mädchengruppe, an deren Namen ich im Moment nicht erinnere. Dann gab es über dem sogenannten Kindergarten noch einen Trakt für die “Fräuleins, ehemalige Insassen der Mädchengruppe, müssen so 10 gewesen sein, die in Küche, Wäscherei und als Hilfsaufseher in den Gruppen arbeiteten. Ich bin mir sicher, dass deren Mehrheit geistig und/oder seelisch Behinderte waren, allerdings mit einem ebenso sadistischen Verhalten wie die Prüglernonnen selbst.
Und dann noch die voll belegte “Säuglingsgruppe”. Die wurde vom Rest abgeschirmt, aber manchmal konnte man im Sommer mitkriegen, wenn die Betten der Kinder auf die Terrasse des Hauses gerollt wurden – rundherum Sichtschutz, man hörte nur das vielstimmige Geschrei der Kleinen. Ich musste sehr oft “Wäschedienst” machen, also auch die Wäsche der Säuglingsstation rüberholen ins Haupthaus und dort sortieren. Da war alles voll mit Kot und erbrochenem, aber auch blutiges usw. Dort wurde aber auch die Wäsche der Nonnen selbst gewaschen. Die war genauso dreckig!
Dort war auch ein Hauspriester, der sich einerseits überaus freundlich gab, anderseits aber nicht die Finger bei sich behalten konnte. Als ich “renitent und unerziehbar” wurde, sagte mir unserer Gruppennonne” Jetzt kommts Du als Messdiener zu Herrn Pastor, der wird Dir schon die Flausen austreiben”
Das waren dann 4 schlimme Jahre, die ich nie vergessen werde.

Wagner
Wagner
Reply to  Ralle
14. Februar 2022 20:34

Deine Aussagen kann ich bestätigen. Ich war ungefähr zur gleichen Zeit dort wie du . Erst in der Michael Gruppe und dann in der Josef ruppe.
Lehrer Sieben müsste dir dann auch noch ein Begriff sein.