Verschickungserlebnisse

Auf dieser Seite schreiben Mitmenschen ihre traumatischen Verschickungserlebnisse, die sie als Kind in Kinderkurheimen erlebt haben.

Diese Berichte dienen in erster Linie dazu das wir alle zusammen ein Zeitdokument erschaffen, das die Grausamkeiten und Misshandlungen von damals dokumentiert.

Durch die geschilderten Erlebnisse und der Preisgabe an die Öffentlichkeit wollen wir einen hohen Grad an Glaubwürdigkeit gewinnen und unsere Schilderungen können nicht als “Einzelfall” dargestellt werden!

Die hier geschilderten Erlebnisse können auf Wunsch auch anonymisiert werden. D.h. ihr müsst keinen Realnamen preisgeben!
Eure Daten werden keinesfalls an Dritte ausgegeben!!! Sollte jemand mit euch Kontakt aufnehmen wollen, fragen wir bei euch zuerst an und geben die Kontaktdaten nur an euch weiter. Somit könnt ihr selbst entscheiden, ob ihr Kontakt aufnehmen wollt oder nicht.



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Anonym schrieb am 21. Mai 2022 um 22:43
Ich bin 1978 mit 5 Jahren als jüngstes Kind einer Gruppe vom Bahnhof Frankfurt-West für 6 Wochen nach Klappholtal auf Sylt verschickt worden. Für eine schwere Neurodermitis-Erkrankung erschien das Reizklima an der Nordsee als willkommene Therapie.

Meine Erlebnisse an die Zeit sind verschwommen und für sich wohl wenig stichhaltig. In dem gemeinsamen Schlafsaal war ich der mit Abstand jüngste, der unter Hänseleien zu leiden hatte, weil ihh nächtens das Bett einnässte und unter schrecklicjem Heimweh litt. Die Briefe indessen, die für mich hach Hause geschrieben wurden, liessen meine Eltern im Glauben, es gehe mif gut. Das war allerdings zu keinem Zeitpunkt der Fall.
Ich erinnere mich an einige Ausflüge barfuß durch die Dünen und das Wattenmeer, sowie einen Ausflug ins Legoland.
Bei meiner Rückkunft war ich ein verstörtes, verängstigtes Kind, das meine Eltern nicht wieder erkannten. Als ein solches Kknd wurde ich auch eingeschult und blieb es die Schulzeit hindurch. Ob es neben der deutlich zu früh erfolgten sechs-wöchigen Trennung von zu Hause, die insbesondere meine Mutter sich vorwarf, weitere traumatische Erlebnisse gegeben hat, die diese von jedermann bemerkte Veränderung hervorriefen, kann ich nicht sagen. Ich erlebte die sechs Wochen jedoch als ein Martyrium, was auch den Betreuerinnen nicht hat entgehen können.
Trotz der erkennbaren Symptome von Einnässen über häufigem Weinen, Heimweh und Traurigkeit, die über eine vorzeitige Heimreise zumindest Nachdenken hätte hervorrufen müssen ... unter Einschluss der davon nichts ahnenden Eltern, wurden diese statt dessen in den Briefen informiert, alles sei in bester Ordnung.
Wer hat ebenfalls Erfahrungen in Klappholtal gemacht ?
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