Verschickungserlebnisse

Auf dieser Seite schreiben Mitmenschen ihre traumatischen Verschickungserlebnisse, die sie als Kind in Kinderkurheimen erlebt haben.

Diese Berichte dienen in erster Linie dazu das wir alle zusammen ein Zeitdokument erschaffen, das die Grausamkeiten und Misshandlungen von damals dokumentiert.

Durch die geschilderten Erlebnisse und der Preisgabe an die Öffentlichkeit wollen wir einen hohen Grad an Glaubwürdigkeit gewinnen und unsere Schilderungen können nicht als “Einzelfall” dargestellt werden!

Die hier geschilderten Erlebnisse können auf Wunsch auch anonymisiert werden. D.h. ihr müsst keinen Realnamen preisgeben!
Eure Daten werden keinesfalls an Dritte ausgegeben!!! Sollte jemand mit euch Kontakt aufnehmen wollen, fragen wir bei euch zuerst an und geben die Kontaktdaten nur an euch weiter. Somit könnt ihr selbst entscheiden, ob ihr Kontakt aufnehmen wollt oder nicht.



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Oliver Mende schrieb am 21. Juli 2022
Ich wurde als ein Hamburger Hinterhof Kind mit Atemwegsproblemen zusammen mit meinem 1 3/4 Jahre älteren Bruder in ein Kinderkurheim in Lüneburg verschickt, wo wir -altersbedingt- getrennt wurden und ich über den Zeitraum von 6 Wochen verschiedenen Anwendungen unterzogen wurde, dazu gehören Nackt unter der Höhensonne liegen, heiße Wannenbäder (zu denen man durch die Stadt geführt wurde) und lange Wanderungen (an andere Behandlungen, etwa mit Medikamenten kann ich mich nicht (mehr) erinnern). Da die Kur im Winter statt fand, habe ich diese Zeit natürlich als kalt und dunkel in Erinnerung (und der Zeit entsprechend vorwiegend in Schwarz/Weiß erinnert). Ich kann mich an keine selbsterfahrenen Misshandlungen erinnern, entweder weil diese nicht statt gefunden haben oder von mir verdrängt worden sind. Die Atmosphäre dort erinnere ich als totalitär und unempathisch. Das Heimweh und Getrennt-Sein wurde allenfalls höhnisch begleitet. An einen partnerschaftlichen Tonfall seitens der Betreuung kann ich mich nicht erinnern (den hat es am Ende des Jahres bei einer weiteren, erlebten Kur in Sprötze/Niedersachen aber gegeben, er wäre also möglich gewesen).Meine Cousine, die zwei Jahre nach uns dort hingeschickt wurde (dem selben Ursprungshaushalt entstammend) erlebte dort, das Kinder gezwungen wurden, ihr Erbrochenes wieder aufzuessen. Bald danach (wegen vermehrter Beschreibungen der Betroffenen) wurde diese Einrichtung geschlossen und es kam zur strafverfolgung einzelner Personen (wurde mir jedenfalls von meiner Mutter erzählt, ich hab das nie mehr weiter verfolgt). Es müssen eine Menge Kinder aus Hamburg und Umgebung diese Einrichtung durchlaufen haben, daher wundert es mich, dass sie hier noch nicht aufgeführt wurde.
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