Verschickungserlebnisse

Auf dieser Seite schreiben Mitmenschen ihre traumatischen Verschickungserlebnisse, die sie als Kind in Kinderkurheimen erlebt haben.

Diese Berichte dienen in erster Linie dazu das wir alle zusammen ein Zeitdokument erschaffen, das die Grausamkeiten und Misshandlungen von damals dokumentiert.

Durch die geschilderten Erlebnisse und der Preisgabe an die Öffentlichkeit wollen wir einen hohen Grad an Glaubwürdigkeit gewinnen und unsere Schilderungen können nicht als “Einzelfall” dargestellt werden!

Die hier geschilderten Erlebnisse können auf Wunsch auch anonymisiert werden. D.h. ihr müsst keinen Realnamen preisgeben!
Eure Daten werden keinesfalls an Dritte ausgegeben!!! Sollte jemand mit euch Kontakt aufnehmen wollen, fragen wir bei euch zuerst an und geben die Kontaktdaten nur an euch weiter. Somit könnt ihr selbst entscheiden, ob ihr Kontakt aufnehmen wollt oder nicht.



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manne aus Neustadt schrieb am 22. Juli 2022
Hallo in die Runde ...
ich bin zufällig über eine Dokumentation der Verschickungskinder gestolpert und hatte sofort ein Deja Vu zu meiner Kindheit. Ich bin auch mit ca. 4 Jahren für 8 Wochen (also ca. 1965) nach Baltrum verschickt worden. Hört sich schön an, war aber für mich die HÖLLE. Es gab (völlig unschuldig) Schläge, meist auf den Rücken mit einem Teppichklopfer, oder Kleiderbügel. Auch jede Menge Backpfeifen gab es zwischendurch. Das Essen (ich konnte kein fettiges Fleisch, Fisch oder Spinat rubnterschlucken) wurde in mich reingeprügelt. Wenn ich dann erbrochen habe, musste ich den Teller trotzdem mit dem Erbrochenen aufessen, sonst wurde ich isoliert. Es gab Spritzen und Medikamente gratis ... Ein psychisch gestörter Junge ca. 10 J. alt, hatte mich jeden Tag im gefühlten 12-Bett-Zimmer gequält, geschlagen und u.a. meinen Teddy zerrissen. Als ich mich zur Wehr gesetzt habe, wurde ich von den Nonnen (oder was auch immer das für Monster waren) wieder mit einem Teppichklopfer bearbeitet.
Es war die Hölle, hatte Heimweh und wollte nach nur Hause. Sie sagten mir, dass ich niemals mehr nach Hause komme, wenn ich weiterhin so störrisch bin.
Nach ca. 8 Wochen zuhause angekommen, schien meine Mutter das Prügelkonzept mit dem Teppichklopfer direkt übernommen zu haben. Ich hatte (so wie ich mich jetzt wieder erinnern kann) nach der Kinderverschickung JEDE Woche 1x bis 3x starke Kopfschmerzen, die mich zum Weinen (vielleicht auch zum Schreien) brachten. Die Antwort dazu war oft der Teppichbesen oder Kleiderbügel, um mich ruhig zu stellen. Unzählige Kleiderbügel sind auf meinem Rücken zerschellt.
Woher meine Kopfschmerzen die immer so um die 24 Std. anhielten, kamen (ich hatte diese von ca. 4 Jahren bis 40 Jahren, min. 1-3x pro Woche) ist bis heute ungeklärt. Diese Kopfschmerzen waren immer so heftig, dass ich nur ruhig liegen konnte, teilweise so schlimm, dass ich mich übergeben musste und mehrfach im jugendlichen Alter an Suizid dachte. Seit ich mit 40 Jahren eine Chemotherapie bekam, gingen die Kopfschmerzen komischerweise weg. Ich will keinem etwas unterstellen, aber es ist schon komisch und ich werde recherchieren, was für einen Medikamentencocktail samt dem Fraß, ich damals bekommen habe. Ich habe nun schon von mehreren Fällen mit teilweise noch schlimmeren Verläufen auch mit Kopfschmerzen gehört. Zufall ???
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