Verschickungserlebnisse

Auf dieser Seite schreiben Mitmenschen ihre traumatischen Verschickungserlebnisse, die sie als Kind in Kinderkurheimen erlebt haben.

Diese Berichte dienen in erster Linie dazu das wir alle zusammen ein Zeitdokument erschaffen, das die Grausamkeiten und Misshandlungen von damals dokumentiert.

Durch die geschilderten Erlebnisse und der Preisgabe an die Öffentlichkeit wollen wir einen hohen Grad an Glaubwürdigkeit gewinnen und unsere Schilderungen können nicht als “Einzelfall” dargestellt werden!

Die hier geschilderten Erlebnisse können auf Wunsch auch anonymisiert werden. D.h. ihr müsst keinen Realnamen preisgeben!
Eure Daten werden keinesfalls an Dritte ausgegeben!!! Sollte jemand mit euch Kontakt aufnehmen wollen, fragen wir bei euch zuerst an und geben die Kontaktdaten nur an euch weiter. Somit könnt ihr selbst entscheiden, ob ihr Kontakt aufnehmen wollt oder nicht.



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Silke Mikolajczyk aus Leipzig schrieb am 25. Juli 2022
hallo, 1985 wurde ich von der Schule aus zum zunehmen nach Schöneck zur Kur geschickt. Am ersten Tag fühlte ich mich da schon sehr unwohl ,alles war so streng und man fühlte sich nicht frei. Ich war erst 12 aber an was ich mich erinnere langt und begleitet mich bis heute ab und zu, Früh am morgen begann der Tag mit Heiß Kalt duschen mit beiden Geschlechtern wobei ich mich sehr unwohl fühlte. was unsere Briefe an Eltern betraf ,es wurde uns wie ein Diktat vorgelesen was wir zu schreiben haben.Ich kann mich erinnern das ich meiner Mutter schrieb sie soll mich da schleunigst abholen . Der Brief kam nie an und ich habe gewartet mit Tränen. Dann gab es dieses Punktesystem das aus roten und schwarzen Punkten bestand. Es gab einen großen Schlafsaal ,man durfte weder ab der Ruhezeit nicht auf Toilette ,nicht reden geschweige husten ,da gab es einen Punkt.Dann durfte ich einmal bis 15 Uhr im Speisesaal verbleiben ,weil ich das Fett vom Fleisch unter den Tisch schmiss ,das blieb natürlich nicht unbemerkt . Sofort kam die nächste Ladung was ich essen sollte ,was ich natürlich nicht tat. Es gab einen Punkt für unsere Gruppe. Am ende wurde irgendwie ein Preis oder keine Ahnung ein Lob für die Gruppe verteilt die die besten Punkte hatte ,meine war durch mich die schlechteste was mir von den anderen Kindern natürlich nicht gedankt wurde,man kann es den kindern nicht verübeln. AM Bahnhof sagte ich meiner Mutter warum sie mich nicht holte ,sie sagte wieso du hast doch geschrieben es ist schön. Erst nach ein paar Jahren erzählte ich es ihr noch mal ,da fing sie erstmal an zu verstehen und fing an zu weinen.

Seit diesem Zeitpunkt dort denke ich in meinem leben etwas falsch gemacht zu haben was sich bis heute durch mein ganzes leben gezogen hat in verschiedenen Situationen in meinem Leben.
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